KarlZSZ ist stolz über „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Am Montag, den 03.09.18 war es soweit: Unserer Schule wurde der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Insgesamt haben sich mehr als 70% der Schulgemeinde dafür ausgesprochen, dass wir uns gegen Rassismus und für Courage im Miteinander einsetzen möchten. Im Anschluss an die Titelverleihung fand ein Chor-Projekt zwischen unseren SchülerInnen und einem internationalen Chor, dessen Mitglieder z. B. aus Uganda und Brasilien stammen, statt. Abgerundet wurde der Tag mit einem fantastischen Konzert in der Aula.

Wir danken uns bei der Schulgemeinde, besonders bei allen Schülerinnen und Schülern, für Ihre und Eure Unterstützung!

Eure Schülersprecher

Fabrice

One thought on “KarlZSZ ist stolz über „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

  1. „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage‘‘, so heißt es auf dem neuen hübschen Schildchen vor dem Eingang unserer Schule. Laut Schulleitung durch die Initiative der Schülervertretung (SV) höchstpersönlich initiiert und von den Schülerinnen und Schülern dieser Schule herzlich willkommen.
    Ach, stimmt das?
    Dieses Zertifikat ist ein oberflächliches Versprechen der Schule, um sich ein weiteres Mal der Öffentlichkeit von ihrer besten Seite präsentieren zu können. Vertraulich Quellen aus der Schülerschaft berichten, dass im gesamten Schuljahr 2017/2018 eine einzige Schülervertretungssitzung stattgefunden hat, in es der ,,selbstverständlich“ die Zeit gab, das ganze Projekt den Schülern vorzustellen, es auszudiskutieren und zu besprechen, zu konzipieren und organisieren … .
    Dass den Schülervertreterinnen und -vertretern der SV stattdessen einfach ein fertig ausgearbeitetes Konzept vor die Nase geworfen wurde, bei dem nicht einmal nach der Meinung der SV gefragt wurde und bei dem es einfach nur darum ging, die Unterschriften der Schülerinnen und Schüler aus den eigenen Klassen zu sammeln, ja, darüber wurde bei der Pressekonferenz am 03.09.2018, bei der der Titel der Schule offiziell verliehen wurde, selbstverständlich kein Wort verloren.
    Und wurden die Schülerinnen und Schüler, die nicht unterschrieben haben (und ich kann versprechen, dass sich allein in meinem Umfeld eine ganze Menge von ihnen befinden), die den Titel strikt abgelehnt haben, gefragt, was sie daran hindert, die Schule als ,,Schule ohne Rassismus´´ zu betiteln?
    Selbstverständlich wurde getrost über diese Gruppierung an Schülerinnen und Schülern hinweggeschaut.
    Die ganze Titelverleihung sollte so schnell wie möglich passieren und dabei war die Schulleitung offenbar ein wenig zu schnell.
    Es hätte sicher nicht geschadet, langsamer an das Projekt heranzugehen, nicht zu vergessen, die Schülervertretung ausreichend mit einzubeziehen und eventuell auch mit einigen Schülerinnen und Schülern über ihre Meinung zu dieser Thematik zu reden und sie aufzuklären, was es heißt, den Titel ,,Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ zu tragen. Und das ausführlicher, als über einen kurzen und spärlichen Informationszettel in der oben genannten SV-Sitzung, der bei der Hälfte der Schülerinnen und Schüler nicht ankam.
    Zum Schluss noch, um Missverständnisse vorzubeugen: Das Konzept, die Idee und die Motivation hinter ,,Schüler ohne Rassismus. Schule mit Courage“ ist wichtig und fördernswert. Ist es jedoch nicht seltsam, sich schon als rassismusfrei zu betiteln, bevor man aktiv dagegen angegangen ist?
    Die Projektwoche im vergangenen Schuljahr vom 28.06.18 bis 30.06.18, welche sich dem Thema „Respekt“ widmete, war ein schöner Ansatz, um Themen wie Rassismus, Diskriminierung – aber auch Akzeptanz und Vielfalt anzugehen. Ein schöner Ansatz, aber mehr auch nicht. Denn eine Projektwoche kann zwar zur Aufklärung beigetragen, aber reicht lange noch nicht aus, um aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.
    Der Titel sei ein Verspreche, sagte Herr Teuber bei der Titelverleihung, die die Schule ihren Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium gibt.
    Ob dieses Versprechen eingehalten wird und auf Worte auch Taten folgen – oder ob das ganze Projekt mit der Zeit in Vergessenheit gerät, bleibt abzuwarten.

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