Kunst

Das Mosaik der Odyssee

20160129_091426An unserer Schule entsteht ein tolles Kunst-Projekt des Kunst-Leistungskurs (2014-16) unter der Leitung von Hr. Lenhart: Ein Mosaik, das die Odyssee mit ihren Mythen und Göttern thematisiert und später in der Pausenhalle zu sehen sein wird. Das Projekt ist so umfangreich, dass es sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken wird.

Da der Leistungskurs diese gewaltige Arbeit bis zum Abitur nicht fertig stellen kann, wird ein Grundkurs der Jahrgangsstufe 10 die Hintergründe der großen Bilder vollenden.

Am 11. März 2016 gibt es im Rahmen der Präsentation von Schülerarbeiten aus den Bereichen Tanz und Kunst ab 18 Uhr in unserer Schule die Gelegenheit, das bisher Erreichte anzuschauen.

Wir von KarlZSZ werden euch mit Hilfe der am Mosaik beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Hr. Lenhart regelmäßig über die Fortschritte informieren. Ihr erhaltet dadurch einen Einblick in die Planung und die Schülerinnen und Schüler berichten von ihrer Arbeit an dem Mosaik.

Wie kam es zu dem Projekt? – Herr Lenhart erklärt uns das „Abenteuer der Odyssee“ und wie das Mosaik später aussehen soll:

„In dem von unserer Schule koordinierten COMENIUS-Projekt 2012 – 2014 „Seeing and Making Visible“ hatten wir eine Partnerschule in der türkischen Stadt Adana.

Während des Treffens dort arbeiteten Schüler aus 6 europäischen Ländern gemeinsam an einem Wandmosaik. Bei einem Besuch im größten Mosaikmuseum der Welt – in der Stadt Gaziantep an der Seidenstraße – sahen die Teilnehmer mit Begeisterung Mosaike aus der römischen und griechischen Antike.

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Entwurf für das Mosaik in der Pausenhalle

Wir haben ja in unserer Schule schon eine Mosaik-AG, aus der die Idee kam, in dieser Technik ein großes Wandbild für unsere Aula zu gestalten. Inspiriert von der Türkeireise entwickelte der Kunst-LK 2014 – 2016 dafür ein Konzept:

Thema sollte Homers Epos der Odyssee werden. Im zentralen Bild (circa 2 x 4 Meter groß) wird die Passage der Insel der Sirenen dargestellt. Diese Szene umgibt ein Rahmen aus 10 Einzelbildern (je circa 70 x 140 cm groß). Dargestellt werden Episoden und Charaktere aus den Irrfahrten des Odysseus. Etwa 200 kleine Mosaike (je 10 x 21 cm groß) – von der Mosaik-AG gestaltet – umranden die 11 großen Bilder.“

Keren B. aus dem Leistungskurs ergänzt:

„Die Grundidee sieht wie folgt aus: In die Mitte soll ein riesiges Mosaik kommen, in dem man schon erkennen kann, worum es geht und zwar um den König Odysseus und seine Abenteuer, die er nach dem Trojanischen Krieg auf seiner Rückkehr nach Ithaka erlebt. Das zentrale Mosaik, welches schon ein Abenteuer darstellt, soll dann von acht kleineren Mosaiken umkreist werden, welche die weiteren Abenteuer des Odysseus in Szene setzten und thematisieren.“

Oliver D. aus dem Kunst-Leistungskurs hat uns erläutert, dass zur Umsetzung des Projektes zunächst Zeichnungen in DIN A3 angefertigt und anschließend auf 2 x 1m-Holzplatten übertragen wurden (mit Ausnahme des Gruppenprojekts). Die ganzen Fliesen wurden von Hr. Lenhart besorgt und zum Teil von Fliesenlegern gesponsort.

Oliver D. über seine Arbeit an der Odyssee:

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Sonnengott Helios

„Bei dem KU-Projekt stellt mein Werk den Sonnengott Helios dar. Dieser fährt jeden Tag in seinem mit Pferden bespannten Wagen von Ost nach West über den Himmel und sorgt mit dem Auf- und Untergang der Sonne für Tag und Nacht.

Die Arbeit an dem Mosaik macht mir Spaß, auch wenn sie sehr langwierig ist: Nicht nur die Auswahl der Farbe und das Legen der Fliesen-Bruchstücke gehören dazu, sondern auch das Zerschlagen dieser Fliesen und allein das nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch.

Trotz alledem ist es einfach schön, nicht nur Theorie abzuarbeiten, sondern seine Kreativität auch in so einer praktischen Arbeit einbringen zu können. Zudem ist es eine tolle Sache, sich selbst in seinem Bild und damit an seiner Schule verwirklichen zu können, da die fertigen Mosaiken später in der Pausenhalle an die Wand angebracht werden sollen.

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Mosaik im Museum

Natürlich steckt viel Zeit und Arbeit hinter so einem Projekt und es kann auch ganz schön anstrengend sein, das entstehende Resultat gibt einem jedoch immer wieder Kraft weiter zu machen und zeigt einem, was man getan hat. Es ist etwas anderes als normaler Unterricht. Man könnte es eher als ein Hobby beschreiben, bei dem man immer wieder an seinem Werk weiterarbeitet. Dadurch ist es auch etwas Besonderes und ich wünsche allen kommenden KU-LK-Schülern, dass sie so eine ähnliche praktische Tätigkeit als Unterrichtsbestandteil ausführen können.

Wenn man so ein Mosaik sieht, dann glaubt man gar nicht wie viel Arbeit dahinter steckt (s. Mosaik aus dem British Museum / der National Gallery).“

Anna R. über ihre Arbeit an der Odyssee:

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Entwurf zur Kalypso

„Als ich das Thema `Kalypso und Odysseus´zugewiesen bekam, hatte ich sofort die Szene im Kopf: Beide stehen am Strand und Kalypso schaut Odysseus verliebt an, während dieser in Richtung Meer schaut und gleichzeitig an seine Geliebte Penelopé denkt.

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Mosaik von Kalypso

Doch als ich den Entwurf fertig hatte, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass es noch so lange dauern wird, das Mosaik fertigzustellen. Zuerst einmal mussten wir unseren jeweiligen Entwurf auf die große Platte bringen, auf der später das Mosaik liegen wird. Im Anschluss daran haben wir erst einmal jede Menge Fliesen geklopft, um passende Steine für unsere Mosaike zu erhalten. Erst danach kam der wichtigste Schritt: Das Anordnen der Steine auf der Platte. Hierzu kann ich nur sagen: Je länger wir mit dieser Arbeit beschäftigt waren, desto besser wurden wir.

Als mein Teil an dem riesigen Mosaik endlich fertig war, war ich ganz schön erleichtert und glücklich. Und im Rückblick auf die lange Zeit, die wir an dem Mosaik verbracht haben, kann ich sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat und mir das Ergebnis besser gefällt, als ich es mir je hätte vorstellen können!“

Mara S. über ihre Arbeit an der Odyssee:

Vorlage zur Blendung des Kykloben

Vorlage zur Blendung des Kyklopen

„Zu Beginn unseres Projekts, welches fortan zum Hauptbestandteil unseres LKs werden sollte, wurden jeder Schülerin/jedem Schüler unterschiedliche Charaktere oder Szenen aus der Odyssee zugewiesen. Anhand von Fotos, Skizzen und Vorlagen haben wir danach zuerst einen Entwurf unseres Mosaiks angefertigt, welchen wir später schemenhaft auf die Platte übertrugen, auf die das Mosaik aufgeklebt werden sollte, um eine grobe Vorlage für die Formen und Proportionen zu erhalten.

Die Blendung des Kykloben

Die Blendung des Kyklopen

Mein Mosaik zeigt die Blendung Polyphems. Polyphem war ein einäugiger  Kyklop, der Odysseus und seine Männern in einer Höhle Ithakas gefangen hielt. Nur mit viel Wein und einer List gelang es Odysseus, sich und seine Männer zu befreien. Nachdem der Kyklop vom vielen Wein eingeschlafen war, stach Odysseus in das Auge des Riesen und nahm diesem damit sein Augenlicht. So gelang den Männern die Flucht aus der Höhle des Kyklopen.

Über ein Jahr haben wir nun an dem Mosaik gearbeitet und es leider immer noch nicht geschafft, alle Bilder zu beenden. Wir alle haben die Arbeit und vor allem den Zeitaufwand, den es bedarf, um ein Mosaik einer solchen Größe zu erstellen, zwar deutlich unterschätzt, aber die Arbeit hat sich trotzdem gelohnt und ich bin stolz, ein kleiner Teil dieses gewaltigen Projekts gewesen zu sein.“

Keren B. über ihre Arbeit an der Odyssee:

„Als das Thema unseres Projektes feststand, wurden wir aufgeteilt: drei Schüler sollten sich mit dem zentralen Mosaik befassen und dem Rest wurde ein eigenes Thema bzw. Abenteuer zugeteilt.

Das mir zugeteilte Thema beinhaltet Odysseus‘ Frau Penelope, die sehnsüchtig darauf wartet, dass ihr Ehemann und damit der König von Ithaka aus dem Trojanischen Krieg heimkehrt.

Wir wussten alle schon, dass ein Mosaik anzufertigen keine kleine Sache ist! Dass es jedoch ein so großes Projekt sein würde, erkannten wir erst viel später. Und leider mussten wir als Leistungskurs schnell feststellen, dass wir das Mosaik nicht beenden werden. 20160129_091520

Viele fragen, sich weshalb wir nach all den Monaten immer noch nicht fertig sind und ob es daran liegt, dass wir einfach zu langsam sind. Wenn man jedoch zum einen beachtet, dass viel Zeit für das Entwerfen der Themen und das Übertragen auf die riesigen Flächen notwenig war und zum anderen sehr viel Zeit benötigt wird, wenn wir die verschiedenen Farbtöne für die plastische Darstellung zusammensuchen müssen und die Fliesen dann auch noch selber erst passend klein klopfen müssen, dann erkennt man den gesamten Aufwand und die uns nur zur Verfügungs stehende, begrenzte Zeit.

Meine eigene Herausforderung bestand darin, dass ich noch nie ein Mosaik gemacht habe und somit unsicher war, wie ich mit Steinen z.B. ein Gesicht plastisch darstellen kann, sodass es nicht nur vom Nahen, sondern auch vom Weiten gut erkennbar sein würde. Aktuell würde ich  nicht sagen, dass jegliche Unsicherheit weg ist, vor allem aus dem Grund, da wir die Steine sofort aufkleben müssen. Zumindest kann ich nun aber sagen, dass ich bis jetzt noch nie so motiviert war, so weit wie möglich zu kommen, trotz der Gewissheit meine Arbeit nicht beenden zu können.“

Für das Mosaik in der Mitte dient ein Gemälde als Anregung und bietet den Schülerinnen und Schülern Tipps für die Gestaltung – das Ergebnis ist dann aber eine ganz und gar eigene Leistung des Kurses.

20160311_185405_resizedIm Rahmen des Kulturabends am 11.03.2016 konnten die Besucher der Kunstausstellung einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie groß das Mosaik später sein wird und welche Arbeit und Sorgfalt die Schülerinnen und Schüler in dieses Projekt fließen lassen.

 

 

 

 

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KarlZSZ und die Kunst

Wie aus Seife Kunst wird

Emotionale Ausdrücke auf eine Seifenskulptur übertragen?
Wir, die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12, hatten diese Aufgabe und sollten eine Figur mit einem emotionalen Ausdruck aus Kernseife herausarbeiten.
Das ist gar nicht so einfach!
WP_20141218_13_54_50_Pro (4)Daher machten wir zunächst einige Fotos von uns. Wir versuchten Ausdrücke wie Trauer, Freude oder Verzweiflung darzustellen und beurteilten sie.
Wie stellt man sich hin um Trauer auszudrücken? Oder Verzweiflung? Fröhliche Ausdrücke verkörpert man zum Beispiel am besten, indem man die Arme von dem Körper weg streckt, so dass man sich zur Welt hin öffnet und sich nicht zusammenzieht.
Jeder entschied sich schließlich für eine ausdrucksstarke Emotion und wir zeichneten los.

Eine Zeichnung einer Schülerin des Kurses

Aus verschiedenen Blickwinkeln skizzierten wir unsere Figur. Diese Vorzeichnungen übertrugen wir auf die Seife. Dadurch bekamen wir einen besseren Eindruck von den auszuarbeitenden Proportionen.
Nun arbeiteten wir Stunde für Stunde an unseren Skulpturen und entfernten immer mehr Seife, sodass unsere Figur langsam entstand. Je länger man an der Skulptur arbeitete, desto mehr Gefallen fand man an dieser Tätigkeit, denn der Klotz Seife wandelte sich immer mehr zu einer kreativen Skulptur.
Entstanden sind verschiedenste Seifenskulpturen, von denen jeder von uns noch ein Foto machte. Dieses Foto zeigt die Figur in einer bestimmten Situation, die die Emotion noch verstärkte.
Ihr könnt ja mal raten, welche Emotion die abgebildeten Figuren ausdrücken sollen…

Magdalena Tobias Saras Seifenfigur jessica

(MagdalenaB., Jahrgst. 12)

 

 

 

 

 

 

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